Traditionen und Gebräuche

Der Antrag:

Die meisten Frauen warten bis ER fragt.
einige Frauen machen Andeutungen, dass der Antrag fällig wäre und wieder andere Fragen selber. Die Form ist dabei nicht wichtig von "eigentlich könnten wir auch Heiraten“ bis zur SMS ist alles erlaubt.
Der/ie Befragte/r hat das gute Recht "nein“ zu sagen…



Verlobung:

Die Verlobung kann groß gefeiert werden, muss aber nicht.
Sie findet traditionell im Heim der Brauteltern statt.
Nach alter Sitte zahlen sie die Rechnung auch, wenn im Restaurant etc. gefeiert wird.
Heute Allerdings ist es heute üblich, dass sich beide Familien beteiligen.

Verlobungsring:

der Mann kauft nach altem Brauch die Verlobungsringe, doch heute spricht nichts dagegen, dass beide Partner zusammenlegen. Von der Verlobung bis zur Hochzeit wird der Ring am Ringfinger der linken Hand getragen und erst bei der Trauung am rechten Ringfinger.

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Verlobungsanzeige:

Viele Paare geben ihre Verlobung bekannt.
Verwandte, Freunde und Bekannte erhalten schriftliche Verlobungsanzeigen.
Eine Annonce in der örtlichen Zeitung ist auch möglich.
Wer eine Verlobungsanzeige erhält, gratuliert beide Partner schriftlich oder telefonisch.
Verlobungsgeschenke:
Wer eine Verlobungsanzeige erhält, kann, aber muss nicht schenken.
Zum Fest eingeladene Gäste überbringen ein Geschenk.
Sollte es nicht zur Hochzeit kommen, können Geschenke zurückverlangt werden.

Junggesellenabschied

Man sollte es nicht glauben, aber in manchen Ländern ist der Polterabend unbekannt
Der Bräutigam verabschiedet sich vom Junggesellenleben mit seinen Freunden, die Braut mit ihren Freundinnen. Meistens durchzechen sie und Ihre Freunde eine Nacht in einer Gaststätte. Ein Go-Go-Girl kann eine nette Überraschung sein, aber es soll nichts übertrieben werden.
.Eine schöne Sitte, die man natürlich auch zusätzlich zum Polterabend übernehmen kann.
Überraschungspartys für Braut oder Bräutigam sind besonders witzig, getrennt natürlich. Da kann man noch mal so richtig in Erinnerungen schwelgen! Wer den Termin für die Abschiedspartys rechtzeitig einplant, kollidiert auch nicht mit dem Polterabend und kann doppelt feiern!

Tipps für SIE und ihre Freundinnen:

Besuch einer Beautyfarm/ Sauna/ Kosmetiksalon/ Sonnenstudio

Gemeinsamer Brunch zum In-Erinnerungen-Schwelgen und Lästern

Single-Party besuchen oder Pyjama-Party organisieren

Stripper direkt ins Wohnzimmer bestellen

Braut verkauft auf der Strasse Küsse für eine Mark und gibt von dem eingenommenen Geld ihren Freundinnen Drinks aus


Tipps für IHN und seine Freunde:

Härtetest mit Striptease-Tänzerin zu Hause oder im Nachtlokal

Cruisen mit geliehenem Cabrio, Motorrädern oder einem Oldtimer

Besuch in der Stammkneipe, die SIE eh noch nie mochte

Fußballspiel und Stadion-Feeling live erleben

Spieleabend mit Bowling, Billard, Bier

Gemeinsames Workout bei Squash oder Tennis

Wanderung, Radtour oder Angeltour mit anschließendem Grill-Abend

Einen richtig guten Actionfilm im Kino anschauen

Alte Zeiten Revue passieren lassen und Kindheitsträume realisieren

Besuch im Spielkasino

Wochenendtrip an den Ballermann 6, auf St. Pauli oder ähnlich aufregende Gegenden
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Polterabend:

Ein oder zwei Tage nach dem Polterabend wird es ernst, da wird nämlich geheiratet und das Junggesellenleben ist zu Ende.
Scherben und lautes Gepolter Vertreiben böse Geister.
Aber Vorsicht: es darf nur mit Porzellan oder Keramik gepoltert werden, auf keinen Fall Glas. Das Brautpaar muss anschließend bis Mitternacht und ohne Hilfe das Chaos Beseitigen. Polterabend –
Will man Schädelbrummen vor dem Altar und Augenringe unter dem Brautschleier vermeiden, sollte der Polterabend zwei Tage vor der Hochzeit angesagt werden - entgegen der Tradition von einem Tag Das Brautpaar lädt vor der Hochzeit seine Freunde ein, damit es sich aus dem Kreis der Unverheirateten verabschiedet. Es macht Sinn, einen Polterabend zu veranstalten, wenn das Brautpaar über einen großen Freundeskreis verfügt, aus dem nicht alle zur Hochzeitsfeier eingeladen werden sollen: Kollegen, Bekannte aus dem Fitness-Club, Nachbarn, Hochzeits-Helfer, die Fußballmannschaft des Bräutigams und das Lyrik-Kränzchen der Braut: erlaubt ist, was gefällt und was sich unterbringen lässt, denn der Polterabend ist ein völlig zwangloses Fest. Zum Polterabend braucht man übrigens traditionsgemäß nicht einzuladen - aber schaden kann es auch nicht! Nur sollte man ein pfiffiges Fax dem feierlichen Büttenpapier in diesem Falle vorziehen.


Hochzeitseinladungen:

Sie werden normalerweise schriftlich bzw. gedruckt per Post verschickt.
Die Einladungen sollten sechs bis neun Wochen vor der Hochzeit verschickt werden.
Der Empfänger muss erfahren, wer wann heiratet und wo die Feier stattfindet. Wichtig ist der Zusatz um Antwort wird gebeten bis..., denn das Brautpaar möchte wissen, wie viele Gäste es erwarten darf.
Möglich sind auf der Einladung weitere Hinweise z.B. zur Kleidung (z.B. "Bitte in Tracht erscheinen"), zu den Geschenken (z.B. "Geschenkliste folgt") oder zur Unterbringung der Gäste (z.B. "Zimmer im Gasthof Sonne").
Die Antwort auf eine Einladung kann schriftlich oder mündlich erfolgen.

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Mit Blümchen und bunten Bändern

Eine hübsche Tradition, die kaum noch gepflegt wird, ist die der Hochzeitslader. Die Hochzeitslader, im Norddeutschen auch Köstenbidder genannt, luden, mit Blumen und bunten Bändern fröhlich geschmückt, die Gäste zur Hochzeit ein. Oft wurde die Einladung in Versform vorgetragen. So ein keines Spektakel wäre bestimmt auch heute noch ein unvergessliches Erlebnis - vielleicht haben Sie ja jemanden in Ihrem Freundeskreis, der Spaß daran hätte, die Hochzeitsgäste einzuladen?

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Finanzierung der Hochzeit:


Früher mussten die Brauteltern alles bezahlen.
Heute legen meist beide Familien zusammen,
und ein beruflich auf eigenen Beinen stehendes Brautpaar wird die Hochzeit selbst finanzieren.
Möglich ist es auch bei einer großen Hochzeit, die Gäste an den Kosten zu beteiligen.
Das Brautpaar macht solche Hinweise schon in der Einladung "Übernachtung im Hotel Zum Ochsen 25 Euro" oder "Getränke auf eigene Rechnung".
Einen Finanzcheck finden sie hier

Kleiderordnung:

Die Braut ist immer die schönste Frau auf einer Hochzeit.
dementsprechend sollte keine der anwesenden Damen sie versuchen zu übertreffen.
Trägt die Braut in Weiß, ist sie die einzige.
Bei vielen Hochzeiten wird eine Kleiderordnung vorgegeben und ist in den Einladungen vermerkt (um Abendgardrobe wird gebeten.
Die Gäste sollten am Wunsch des Brautpaars festhalten.

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Brautkleid:

Beim Einkauf wird die Braut von Frauen begleitet (Mutter, Schwester, Freundin) denn der künftige Ehemann soll die Frau seiner Träume erst am Hochzeitstag in ihrer ganzen Pracht sehen. Der Bräutigam darf das Brautkleid nicht vor der Trauung sehen. Auch wenn die Braut das gute Stück selber näht, ist Unglück im Verzug! Wahrscheinlich geht diese Befürchtung darauf zurück, dass die Bräute sich ihr Brautkleid selber nähen mussten, deren Bräutigam zu arm war, um das Gewand zu kaufen.

Altes, Neues, Geliehenes, Blaues

Eine Braut sollte vier Dinge am Hochzeitstag bei sich haben: etwas Altes, z. B. ein altes Familienschmuckstück, das für den Lebensabschnitt als ledige Frau steht. Etwas Neues, z. B. der Ehering, der das vor ihr liegende Leben als verheiratete Frau bezeichnet. Etwas Geliehenes, z. B. Ohrringe, dies soll als Zeichen der Freundschaft dienen. Und etwas Blaues, z. B. ein Strumpfband, als Sinnbild für die Treue.

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Die Brautschuhe mit Pfennigen bezahlen

Da die Leute früher arm waren, mussten sie für die Aussteuer den Pfennig dreimal umdrehen. Deshalb sparten die Mädchen schon ab der Schulzeit für ihren zukünftigen Haushalt. Bezahlte eine Braut ihre Brautschuhe mit Pfennigen, so war das für den zukünftigen Ehemann die Garantie für eine sparsame, treue und beständige Ehefrau
Wenn im Schuhgeschäft dann die Pfennige ausgepackt werden, wird die Verkäuferin sicher erst einmal durchatmen - sich aber dann bestimmt mitfreuen. Die Qualität der Schuhe war früher übrigens nicht nur für die Füße wichtig: An ihr konnte man auch erkennen, wie emsig die Bräute gespart hatten! Und hoffen, dass sie in der Ehe genauso sparsam sein würden.



Hochzeitsanzug:

Ein Mann darf heute fast in jedem Outfit das Ja-Wort sprechen.
Zum weißen Brautkleid ist jedoch ein dunkler Anzug das Mindeste.
Gebräuchlich ist der Smoking, der durchaus ganztags getragen werden darf.
Das Gleiche gilt fürs Dinnerjacket und den Stresemann.
Der Cut passt nur zu einer großen Hochzeit und sollte nach der kirchlichen Trauung am Vormittag z.B. gegen den Smoking ausgetauscht werden.
Der Frack kommt bei noch größeren Hochzeiten zum Einsatz.
Der Bräutigam trägt ihn zur Trauung am Vormittag, kleidet sich anschließend um und wirft sich nach 19 Uhr wieder in den Frack.

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Aussteuer:

wurde früher allein von der Braut mit in die Ehe gebracht.
Heute ist es üblich, dass beide Elternpaare in die Ausstattung des Hausstands investieren.

Brautstrauß/Blumen:

Der Bräutigam sucht den Brautstrauß. Er muss zur Braut passen, deren Lieblingsblumen und Lieblingsfarben enthalten.
Trauzeugin und Brautjungfern erhalten einen kleinen Handstrauß, dessen Zusammenstellung sich am Brautstrauß orientiert.
Eine Blüte aus dem Brautstrauß sollte sich am Revers des Bräutigams wiederholen.
Mit ähnlichen, aber farblich unterschiedlichen Ansteckblumen können die Herren der Feierlichkeit ausgestattet werden.

Die Brautjungfern

Brautjungfern sind noch unverheiratete Mädchen, die die Braut in die Kirche begleiten. Sie sollen Geister, die der Braut böses wollen, von der Braut ablenken. Um das zu erreichen, müssen die Brautjungfern Kleider tragen, die dem der Braut sehr ähnlich sind.

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Hochzeitszug:

Bein Gemeinsamen Einzug der zuvermählenden in die Kirche geht der Brautführer, und die Brautjungfern vor, dann Folgen die Blumenkinder, anschließend das Brautpaar und dann folgen Brutmutter mit Bräutigamvater danach Bräutigammutter mit Brautvater, (die Damen rechts vom Herren), dann nahe Verwandte und zum Schluss Freunde und Bekannte.
Beim Einzug in die Kirche geht die Braut links vom Bräutigam zum Altar,
beim Auszug aus der Kirche geht die nunmehr Ehefrau rechts von ihrem Gatten

Eine weitere Möglichkeit ist es die Kinder vorzuschicken, dann folgen die Singles, dann die unverheirateten Paare, danach das Brautpaar, und im Anschluss die Eltern und danach die verheirateten Verwandten und Bekannten.

Blumenstreuen:

Diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen kleine Mädchen und Buben unter acht Jahren. Das Streuen von frischen Blumen oder Blütenblättern ist ein alter heidnischer Brauch. Gestreut wird vor dem Brautpaar beim Ausmarsch aus der Kirche/Standesamt. Der Duft der Blumen sollte Fruchtbarkeitsgöttinnen anlocken, die dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren.

Trauung:

Standesamtliche und kirchliche Trauung können an einem Tag stattfinden, werden aber gern auf zwei Tage verteilt.
Jedoch ist es auch möglich, dass ein längerer Zeitraum zwischen beiden Trauungen liegt.

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Trauzeuge:

Ist nicht mehr zwingend erforderlich, aber ein alter Brauch.
Die Aufgabe des Trauzeugen des Mannes ist, die Trauringe zum Standesamt bringt und sie dort dem Bräutigam übergibt.
Einige Tage davor organisierte er den Junggesellenabend.

Kirchliche Trauung:

Eine der Romantischsten und traditionellsten Varianten ist es, wenn die Braut mit ihrem Vater und der Bräutigam mit seiner Mutter zur Kirche / Standesamt fährt. Der Brautvater führt seine Tochter bis zum Altar und übergibt sie hier ihrem zukünftigen Ehemann.
Natürlich kann Die Braut auch einen anderen Brautführer wählen, z.B. Bruder, Freund, Patenonkel…
Der Bräutigam betritt die Kirche, das Standesamt schon vorher oder zusammen mit den Trauzeugen durch die Sakristei und erwartet seine Zukünftige am Altar.
Heute fahren allerdings die meisten Brautleute gemeinsam zur Kirche. Dort warten die Gäste auf dem Vorplatz und nehmen das Paar in Empfang.

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Reis werfen

Die Hochzeitsgäste werfen nach der Trauung Reiskörner. Dies soll nach alter Überlieferung die Fruchtbarkeit symbolisieren. in manchen Gegenden wirft man auch mit Getreide oder Bohnen. Obwohl der Brauch allseits beliebt ist, greifen einige Hochzeitsgesellschaften auf Konfetti zurück. Aus Respekt vor den Lebensmitteln, die anschließend auf dem Straßenpflaster liegen, und weil man auf den bunten Papierschnipseln nicht so leicht ausrutschen kann.

Lärm gegen Geister

Vor der Kirche oder dem Standesamt wird so manchem Paar Spalier gestanden. Unter Besen, Asten oder Girlanden hindurch führt der Weg in die Ehe. Wenn die ganze Hochzeitsgesellschaft nach der Trauung kräftig hupt, verschüchtert das aber nicht nur bedrohliche Geister, sondern drückt auch die gute Stimmung und die guten Wünschen aus.

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Sitzordnung in der Kirche und im Standesamt:

Die ersten ein oder zwei Reihen links und rechts vom Durchgang sind reserviert für Eltern, Geschwister, Trauzeugen, Brautjungfern und Blumenkinder. Dahinter verteilen sich Verwandte und Freunde. Fremde Zuschauer halten gebührenden Abstand.

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Eheringe:

sie werden Bei der standesamtlichen Trauung nach dem Ja-Wort und dem Unterzeichnen der Eheschließungsurkunde getauscht.
Bei der kirchlichen Trauung werden die Ringe nach der Segnung am Ringfinger der rechten Hand angesteckt.

Hochzeitsauto:

Ob Strechlimosine oder "Käfer", ein Hochzeitsauto fährt nie schneller als mit 30 oder 40 km/h durch die Stadt. Schließlich sollen Passanten das Brautpaar bewundern können

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Kinderwagen und Strampelhosen

Besonders auf dem Land werden oft lange Wäscheleinen durch die Gärten gespannt, an denen jede Menge Babykleidung hängt. Auf dem Schornstein krönt dann oft ein Kinderwagen das Kunstwerk. Auf diese Weise kann man dem Brautpaar eine reiche Kinderschar wünschen. Es kann sich aber auch ein fröhlicher Hinweis auf den Nachwuchs, der bereits erwartet wird, dahinter verbergen.

Hindernisse, Hindernisse...

Bis dann endlich gefeiert werden kann, hat das Brautpaar meist noch einige Hindernisse zu überwinden. In manchen Orten haben die Kinder schnell ein Seil zur Hand, wenn die Hochzeitsglocken läuten. Über die Straße gespannt, versperrt es den Brautleuten den Weg, bis sie sich mit Bonbons oder einigen Münzen freigekauft haben. Oft haben auch die Freunde der Frischgetrauten eine Wegsperre vorbereitet, sei es ein großes rosa Laken, in das erst einmal ein Herz zum Durchsteigen geschnitten werden muss, oder die freiwillige Feuerwehr sperrt die Straße ab, wenn der Bräutigam Feuerwehrmann ist. Das Brautpaar auf dem Weg ins Eheglück aufzuhalten, ist ein alter Brauch. Wenn die Braut nach der Trauung ihr Dorf verließ, musste der Bräutigam sie freikaufen, bevor der Weg freigegeben wurde. Da gab es dann Bier oder Gebäck, Wein oder Nüsse. Oft wurde aber gar nicht dem Brautpaar der Weg versperrt, sondern den schädigenden Geistern. Die Geschenke des Brautpaares waren dann der Dank für diesen Freundschaftsdienst.

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Bewirtung:

Der Zeitpunkt der Trauung bestimmt, in welchem Umfang die Gäste bewirtet werden.
Findet die Trauung am Vormittag statt beginnt die Festlichkeit mit einem Sektempfang dann folgen Mittagessen, Mittagessen, Kaffee und Abendessen.
Bei einer Trauung am frühen Nachmittag, trifft sich Die Hochzeitsgesellschaft bei Kaffee und Kuchen, später folgt das Abendessen.
Ein am späten Nachmittag getrautes Paar lädt zu einem kleinen Sektempfang und eröffnet dann die Feier mit dem Abendessen.

Hochzeitsanzeigen:

Hochzeitsanzeigen gehen an Leute, die nicht zur Hochzeit eingeladen werden, aber informiert sein sollen.
Bei einer Vorankündigung unterschreibt zuerst die Braut mit ihrem Mädchennamen, dann der Bräutigam. Auf der nachträglichen Mitteilung, heißt es je nach Namenswahl Juliane und René Heine oder jeder mit seinem vollständigen Namen.
Auch die Eltern können die Trauung ihrer Kinder in einer Vorankündigung oder einer nachträglichen Mitteilung anzeigen.
Wer eine Hochzeitsanzeige erhält, gratuliert dem Brautpaar.
Ein Geschenk ist kann, muss aber nicht sein.

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Geldgeschenke:

Ein Brautpaar, mit bereits vollständigem Hausstand, braucht weder Bettwäsche noch ein Topfset. Um Überflüssige Geschenke abzuwenden, dürfen die Gäste auf Geldgeschenke umgepolt werden. Das Brautpaar kann schon auf der Einladung darauf hinweisen, dass ein Geldgeschenk wird.

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Hochzeitsgeschenke:

werden überreicht, wenn das Brautpaar vor der Feier die eintreffenden Gäste begrüßt. Helfer oder Freunde (z.B. die der Brautjungfern) platzieren die Geschenke auf einem für alle sichtbaren Tisch. Ausgepackt werden sie entweder am sehr fortgeschrittenen Abend unter reger Teilnahme der Gäste oder erst, wenn alle weg sind.
Hochzeitsgeschenke werden auf keinen Fall weiterverschenkt. Das soll Unglück bringen.

Tischordnung:

Braut und Bräutigam sitzen nie an der Kopf-,
sondern immer in der Mitte einer Längsseite des Tisches.
Alle Gäste sollen das Paar von vorn sehen können.
Die Frau sitzt rechts neben den Mann.
Die Eltern der Jungvermählten sitzen in nächster Nähe ihrer Kinder.

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Hochzeitstorte:

Wie immer sie auch aussehen mag, eine Zutat darf keinesfalls fehlen: Marzipan,
da es u.a. aus Mandeln besteht, und die verheißen Glück in der Liebe.
Serviert wird die Torte meist Zur Kaffeezeit, sie kann aber auch um Mitternacht den Abschluss der Feier bilden.
Anschneiden muss das Brautpaar gemeinsam: die Braut hält das Messer, der Bräutigam legt seine Hand auf ihre und führt. Zuerst werden die Ehrengäste bedient, dann erhält jeder Gast ein Stück.

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Stehlen und versteigern

Möglichst heimlich stiehlt ein Hochzeitsgast der Braut ihren Schuh, wenn sie nichts ahnend am Tisch sitzt. Sollte die Braut doch etwas ahnen, behält sie es für sich. Den Schuh muss sie dann auslösen, denn selbstverständlich möchte sie ihn ja zurückbekommen. Es geht aber auch anders herum: Der Schuh wird versteigert, alle Gäste legen die Münzen, die sie geboten haben in den Schuh, der dem Paar dann möglichst gut gefüllt überreicht wird.

Reden:

Werden gehalten, wenn alle Gäste anwesend sind und am Tisch sitzen.
Den Anfang macht der Brautvater,
dann schließen sich - mit höflichen Abstand - andere Redner an.
Eine Rede sollte nicht länger als drei oder vier Minuten dauern.

Brautstrauß werfen

Die Braut wirft ihren Brautstrauß unter die umstehenden, unverheirateten Frauen. Welche den Strauß fängt, wird wohl als nächste heiraten.

das Buffet:

Es bleibt so lange unberührt, bis es vom Brautpaar offiziell eröffnet wird.

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Entführung der Braut

Ein guter Freund entführt die Braut bei der Hochzeitsfeier in ein nahe gelegenes Lokal. ihr Liebster muss sie suchen. Keine Frage, woraus das Lösegeld besteht: Die Zeche muss er schon übernehmen, will er die Entführte wieder zur Hochzeitsgesellschaft bringen oder er sollte drei Wünsche der Braut , seinen Lieblingswitz erzählen oder ein Lied singen.

Tanz:

der erste Tanz - ein Wiener Walzer - gehört dem Brautpaar ganz allein auf der Tanzfläche.
Danach dürfen alle Gäste tanzen.
Die Braut Tanzt dann zuerst mit ihrem Vater, dann mit ihrem Schwiegervater.
Der Bräutigam wirbelt zuerst seine Schwiegermutter, dann seine Mutter übers Paket.
Anschließend werden alle Gäste mit der braut bzw dem Bräutigam tanzen und ihnen wohl nur zum Anstoßen ein Päuschen gönnen.
Am Ende der Hochzeitsfeier, sofern die Blasen an den Füßen es erlauben, tanzt das Brautpaar nochmals einen letzten Walzer.

Unter der Haube

Wenn sich die Feier spät in der Nacht dem Ende nähert, ist es Zeit für den Schleiertanz Manchmal reißen auch die jungen Frauen während des Schleiertanzes kleine Stücke vom Brautschleier ab. Wer das größte Stück ergattert oder wer den Schleier trägt, ist dann die nächste Braut. Wichtig ist immer, dass der Braut der Schleier abgenommen wird, denn früher setzte man der Braut, oft zur Mitternacht, an Stelle des Schleiers die Haube der verheirateten Frauen auf. Daher stammt auch der Ausdruck "unter die Haube kommen.

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Verabschiedung:

Das Brautpaar darf sich von der Hochzeitsgesellschaft einfach irgendwann still und leise verdünnisieren und die Gäste feiern weiter.
Oder das Brautpaar kündigt von vornherein an, dass es um eine bestimmte Zeit in die Flitterwochen aufbricht.
Dann wird es von den Gästen mit viel Tamtam auf den Weg geschickt. An das Brautauto werden leere Blechdosen mit einer Schnur befestigt. Das Scheppern teilt allen mit, hier fährt ein Hochzeitspaar.

Schöner Willkommensgruß

Wenn das Brautpaar nach der Hochzeitsfeier nach Hause kommt, wird es sicherlich Augen machen, wenn Freunde oder Angehörige die Eingangstür mit einem bunten Willkommensgruß geschmückt haben. Ob Girlanden, Luftballons oder Myrtenkranz, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Rote Deko-Elemente sollen dabei böse Geister abhalten, ein grüner Myrtenkranz mit weißem Schleierkraut versehen soll dem Brautpaar Lebenskraft und Gesundheit bescheren. Wird die Eingangsdeko mit einem kleinen Storch, Baby-Strampler oder Schnuller ergänzt, so ist ganz eindeutig die Aufforderung an das Brautpaar zu erkennen, doch möglichst schnell für Nachwuchs zu sorgen.

Hochzeitsnacht:

Wo sie stattfindet, entscheidet heute allein das Brautpaar. Sie gilt als Die Nacht der Nächte, was sicher auch an den vielen zu erduldenden Streichen liegt. Aber nicht übertreiben. Nicht alles, was in bester Laune ersonnen wird, zählt später zu den angenehmen Erinnerungen des Brautpaares.
Ins eigene Heim lässt sich die Frau über die Schwelle tragen.

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Über die Schwelle tragen

Böse Geister lauern nicht nur vor der Tür, sondern auch unter der Schwelle, wenn die junge Braut das neue Heim betreten will. Sie missgönnen ihr nach altem Aberglauben das Glück. Deshalb trägt der Bräutigam die Braut beschützend über die Schwelle. Sie kommt so nicht mit den dunklen Mächten in Berührung.

Danksagungen:

Nach der Hochzeit erhalten alle Gäste und Gratulanten eine Danksagung. Das Paar kann sich persönlich bedanken, ein paar Zeilen schreiben oder eine gedruckte Karte verschicken.
Auch eine Danksagungsanzeige in der Regionalzeitung ist möglich.